Spielbericht aus dem Rat der Stadt Bochum

(Spieltag vom 06.11.2025, Lesedauer 3 Minuten)

Neues Spiel, neues Glück, neuer Babo, neue Chabos und mit dem Kurzhosen-Uwe läuft’s ja auch endlich wieder einigermaßen manierlich. Lediglich der sehr gute Betriebsunfall der sehr guten Partei Die PARTEI bleibt gleich, nämlich mandatsträge wie eh und je, dabei weiterhin schön fraktions- resp. gruppenlos (FCK DSSLDRF!) und ist wieder ganz hinten links zu finden im Gewirr der 92 PolitikdienstleistX.

Ob unser Horst „Luki“ Lukat in der schönen neuen Weitmarer Republik indes jetzt mit seiner schnieken Goldkette eher den Haftbefehl (würde zur Historie passen) oder den Kollegah (so boss-mäßig) gibt, ist noch nicht ganz raus. Was allemal klar sein dürfte: Es handelt sich bei unserem neuen Babo mal nicht um so einen Mamdani, aber er sagt zumindest, dass er sich um die Kinder kümmern will; naja, schaunmermal…, wie der Kaiser zu sagen pflegte. An seinen Taten werden wir den obersten Chef der Verwaltung ja sehr schnell und präzise messen können.

Neues Spiel, neues Glück & stabil fraktionslos

Diese erste konstituierende Sitzung der neuen Saison an sich ist dann zum Glück allerdings schnell über die Bühne gebracht, auch wenn das anfangs noch sehr zäh aussieht bei dem allgemeinen Sprechtempo. Doktor Steinalt o.s.ä. pfeift einigermaßen pünktlich an und nimmt den Amtseid oder so was ab. Dann erzählt uns unser neuer Babo ausgiebig was vom Pferd, blühenden Landschaften und anderen heiteren Aussichten, die mit Sicherheit Bochum great again machen werden. Alle Ratsmitglieder lassen schnell noch eine sogenannte Einführungsverpflichtung über sich ergehen (nein, nicht das was ihr denkt, Semantik!!!) und die AfDeppen wollen direkt schon ran an die Ausschüsse, aber das ist nicht drin, weil wegen Faulenquote und auch weil schon der Opa sagt ja bekanntlich: „Gut Ding will Weile haben“.

Über das Bekenntnis zum demokratischen Grundkonsens freuen sich bis auf die Verdachtsfälle dann auch nochmal alle wie am Spieß, bevor dann easy die Schriftgelehrten bestimmt werden. Ob von dieser Stelle Glückwunsch oder Beileid auszusprechen ist, bleibt abzuwarten.

Als nächstes geht es um die festgelegten 3 Babo-VertretX, die aufwändig geheim gewählt werden, keine Ausreißer wie in Wattenscheid gibt es diesmal zu beklagen und so darf u.a. auch Tiffy zukünftig mit auf dem Podium rumlungern.

Anträge gibt’s keine, Anfragen gerade einmal 4 plus 4 und da ist bei Licht betrachtet wirklich nur die von Die PARTEI groß erwähnenswert (Extremistische Verdachtsfälle im Rat), wenn auch nicht so lustig wie die geforderte Abschaffung der Hundesteuer. Immerhin kommen auch die Villa Kunterbunt und deren BewohnX noch vor. Diese aussterbende Gattung wird sich allerdings so wie es aussieht nicht mehr die Welt so machen können wie es ihr gefällt, denn ohne Strom und Wasser überlebt in Bochum nicht einmal ein noch so agiles Startup. Hier wird also leider von seiten der Verwaltung nicht mehr Bürokratie gewagt, sehr schade! Immerhin gibt’s nochmal Aufschub und Prüfung.

Da die Nachspielzeit keine weiteren Highlights mehr beinhaltet, ist die Veranstaltung bereits nach knapp 2 ½ lässigen Stunden und insgesamt 7 Redebeiträgen von ausnahmslos alten weißen Männern bereits beendet und wir treffen uns schon ganz schnell zur Spiegelbildlichkeitssitzung wieder am 20.11. (14:00h, RuhrCongress).

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