Obdach- / Wohnungslosigkeit und Wahlrecht

oder „wie schwierig kann Stadt / Land / Fluss Bund es den Menschen machen“

Disclosure: Kann Spuren von Realpolitik enthalten, bei Unverträglichkeiten und Abneigungen, bitte weiterklicken. Sollte es zu akuten Abwehrreaktionen (Schaum vor den Augen o.ä.) kommen, wenden Sie sich an den nächstgelegenen satirischen Notdienst.

Obdach- und Wohnungslosigkeit ist schlimm, sehr schlimm. Das findet die sehr gute Partei Die PARTEI auch. Aber bis zur Machtergreifung fehlt es uns als kleiner, populistischer Turbopartei da leider an Handhabe. Würde das Wahlvieh uns mal zwei- bis evt. dreistellig wählen, sähe das selbstverständlich ganz anders aus.

Jüngst trug es sich zu, dass einX BürgX uns an unserem Unterstützungsunterschriftensammelstand unterstützt hat. Leider wurde diese eine spezielle Unterschrift ex officio verworfen. Warum, weil dieser Mensch wohnungs- oder obdachlos war, oder gar beides, die Grenzen sind fließend, wachsweich und nicht selten verschieben diese sich von Tag zu Tag.
… Moment gehen uns da vielleicht zwei oder drei Stimmen verloren? Das ist nicht einfach nur schlimm, sondern ein Notstand. Da muss man was machen!

In diesem Internet schreibt die Bundeswahlleitung: „Wahlberechtigte, die keine Wohnung innehaben, werden nur auf eigenen Antrag in ein Wählerverzeichnis eingetragen.“

Soweit so ungut, das nicht sesshafte Wahlvieh kann sich ganz oft nicht mal ausweisen, um den Status eines Mitarbeitenden in der BRD gMBh zu erhalten, damit das mit der eigenen Ausweisung beim Wahlamt klappt, sind also weitere Behördengänge, Besorgungen (z.B. biometrisches Bildmaterial) etc.pp. vonnöten. Allesamt Dinge, vor denen es sesshaften Menschen schon graut, oder kennen Sie jemenschen mit ausgeprägter Ämterphilie? Die Hürden für die hier besprochenen ProtagonistX sind, man mag es sich vorstellen, oder auch nicht, unfassbar hoch, schier unüberwindbar.

Nobel Wohnungen
Hilft gegen Wohnungslosigkeit.

In Bochum nächtigen regelmäßig 300 Menschen in Notschlafstellen, es wird von 800 Personen ohne eigenen Wohnraum ausgegangen. (Quelle: Insider Berichte; Stand 2019; ohne Gewähr [Die schießen eh nicht geradeaus.])

Wie die konkrete Situation in Bochum aussieht hat der sehr gute Ratsherr Backs angefragt.
Die Anfrage ist im Ratsinformationssystem der Stadt auffindbar.

Um unsere Machtergreifung zu vereinfachen, fordert die sehr gute Partei Die PARTEI:

  • Ämter und Institutionen müssen die verf***te Pflicht haben über alle nur erdenklichen, sowie noch zu erfindenden, Kanäle die betroffenen Menschen anzusprechen!
  • Diese Ansprache erfolgt natürlich in allseits unbeliebtem Amtshochdeutsch, nicht!
  • Mehr Service-Orientierung*, Ämtersprechstunden in Räumlichkeiten der Wohnungs- & Obdachlosenhilfe!
  • Regelmäßige und amtliche Erhebungen der Anzahl der Betroffenen, auf allen Ebenen!

Ihr habt schöne Stimmen, gebt sie uns.

*Mehr Service-Orientierung täte allen Ämtern gut.

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