Spielbericht aus der Bezirksvertretung Bochum-Mitte

(Sitzung vom 15.09.2022, Lesedauer 5 Minuten)

Neues Spiel, neues Glück, die nächste Partie Turbopolitik in der Bezirksvertretung Bochum-Mitte geht über die Bühne wie kurze Haare gekämmt sind. Bei 17 AkteurX erfolgt ein pünktlicher Anpfiff in doppeltem Sinne durch Babo Gabi, denn die Ehrenfelder SpielplatzfreundX werden für die Kritik an der Verwaltung mächtig ausgeschimpft, während der sehr gute Betriebsunfall der sehr guten Partei Die PARTEI sich zurücklehnen kann, sieht er sich aus Gründen (irgendwas mit Kindern) schließlich mal nicht in der Schusslinie 😊.

Dann dreht sich das Personalkarussell diesmal bei der €dU, bei denen dieser ältere Mensch demnächst nicht mehr sein Amt bekleiden wird, so dass a.) die Susanne demnächst als Fraktionsvorsitzende vielleicht etwas weniger dem „Brummbrumm-Fetisch“ huldigt und b.) ein anderer ältererer Mensch nachrücken darf. Mal sehen, was der dann für gruselige Positionen vertritt, vielleicht bekommen wir in Bochum ja doch noch unser Atomkraftwerk oder eine schicke Fracking-Station, zwinkersmiley.

Betriebsunfall mit guter Laune

Vorträge, Vorträge, Vorträge sind dann zunächst mal angesagt, denn die Abgesandten der Dezernate erzählen uns in epischer Breite was über das neue Grönemeyer-Zentrum an der Herner Straße (wird sehr gut), über die Graswurzelrevolution am Imbuschplatz und Umgebung („Ein Garten für 100“) und irgendwas mit Kinderspielplatz an der Riemker Straße (Letzte Woche gab’s da noch einen niegelnagelneuen Pocket-Park, da tut sich jetzt aber mal sowas von was in der Hood). Rasantes Tempo im Spiel also gibt es heute zu bestaunen, Höhepunkte bleiben bis dato aber noch Mangelware, dann aber erfolgt förmlich aus dem Nichts ein Mega-Spielzug im Kontext Spielgeräterneuerung Boulevard, denn der fDP-Tüp ist da ja nicht so für, weil die bekanntlich immer von den Betrunkenen kaputt gemacht werden, männo. Das ist tendenziell eher eine Exklusivmeinung, aber eine schöne witzige Aktion, bei der die Gruppe sich durchaus amüsiert.

Schnell noch ein wenig Kohle hauen wir raus für den Verein „Tiere in Not e.V.“ und ordentliche Beleuchtung für den Boule-Platz Am Hausacker, nach einer Stunde und kurzer Pause geht es dann endlich mitten rein in die Abwassersatzung, bei der wir erklärt bekommen, dass unsere 30jährigen Ereignisse mittlerweile jährlich vorkommen und die Grundbesitzerparteien dürfen eine Runde rumheulen, weil wegen Auflagen und teurer und so. Egal, die haben nix zu melden hier und werden jetzt nach Strich und Faden von der Koalition gemolken…

Dann erlauben wir lässig, dass in Hordel neu gebaut werden darf und auch wenn an der Röhlinghauser Straße ein überaus komplexer Bebauungsplan leider nicht auch noch einen Kernfusionsreaktor vorsieht, muss man das dann auch einfach mal akzeptieren.

Nächste Pause, Durchschnaufen, dann handstreichartig Parkgebühren erhöht. Zack, nix brummbrumm – ätsch! Noch nie was von Nudging gehört ihr Spacken, oder was?

Wir neigen uns so langsam dem Ende der Partie entgegen, diskutieren über Pro und Contra von Interimsradweglösungen an der Viktoriastraße (da wird der Verwaltungsvorlage gefolgt, auch wenn allen klar ist, dass das natürlich mehr oder weniger Makulatur selbst dann ist, wenn die Kerkwege mit taktilen Elementen versehen wird), beschließen einvernehmlich, dass es vor dem Colosseum am Westpark asap den Josef-Anton-Gera-Platz geben soll (da muss der Haupt- und Finanzausschuss noch final zustimmen) und einstimmig sind wir zeitgeistkonform für Anträge zu irgendwas mit Kinderspielplätzen und auch ansonsten bespielbaren Plätzen, zwinkersmiley.

Nur noch 14 Leute sind nun auf dem Spielfeld, schnell ist man mit den 21 Mitteilungen über die Außenlinie gefegt und hat auf die 10 Anfragen geschaut (die der sehr guten Partei Die PARTEI dreht sich diesmal um den World Cleanup Day, denn aus Müll lässt sich so manche Mauer errichten!), bevor die heutige Nachspielzeit in Ermangelung von Toren, Videobeweisen und Verletzungsunterbrechungen auch nicht mehr so lange dauert. Gegen 18:30h ist das Spiel vorbei, jetzt verzieht sich die Gruppe erst einmal ab in die wohlverdienten Herbstferien und streitet daher erst am 20.Oktober (15:00h, Ratssaal) wieder ordentlich um die Sache, zwinkersmiley.

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